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Dem Wahnsinn so nah

By: Elbenstein
folder German › Books
Rating: Adult ++
Chapters: 47
Views: 1,866
Reviews: 41
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Disclaimer: I do not own the Forgotten Realms books. I do not make any money from the writing of this story.
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8. Kap. Besessen

8. Kapitel
Besessen

Shar hatte das Gefühl in der Hölle gelandet zu sein. Der Drow, der ihn brutal vergewaltigt hatte, hatte ihm unerklärliche Schmerzen bereitet. Auch wenn der Junge nicht genau wusste, was überhaupt an diesem unglückseligen Abend bisher alles passierte. Dies alles war zuviel für Shar gewesen und mit einem letzten schmerzerfüllten Aufstöhnen verlor er das Bewusstsein und spürte für kurze Zeit nicht mehr die Qual in seinem geschundenen Körper.
Als Shar versuchte seine Augen zu öffnen, bemerkte er, dass er in der kleinen, dunklen Kammer, wo alles seinen Anfang nahm, an der Wand lehnte und vor ihm jemand kniete. Sein Kopf dröhnte qualvoll und alles um ihn herum schien sich zu drehen. Ein klammes Gefühl erfasste seinen Magen und am liebsten hätte er sich übergeben. Der restliche Körper schien wie taub von Schmerzen zu sein. Besonders sein Gesäß brannte wie Feuer. Shar fühlte, wie er wieder zurück in die sichere Dunkelheit gleiten wollte, doch jemand rüttelte ihn unsanft an den Schultern. Erschrocken öffnete Shar seine Lider erneut und wurde sich wieder bewusst, dass er nicht alleine war. Ein Drow kniete immer noch neben ihm und plötzlich erkannte der junge Halbdrow diesen Dunkelelfen. Es war der Geist von damals in dem Sklavenquartier und aus Nhaundars Gemächern. Nur langsam wurde sich der Junge klar darüber, dass es sich hierbei nicht um eine geisterhafte Erscheinung, sondern um einen echten Drow handelte. Dieser blickte ihn gerade mit ausdruckslosem Gesicht an. Im nächsten Moment spürte Shar eine Phiole an seinen Lippen und wie ihn dieser Dunkelelf dazu zwang, eine sauer schmeckende Flüssigkeit zu schlucken. Den Geschmack kannte er, es war das gleiche Getränk, das er bereits zuvor in den Privatgemächern seines Herrn getrunken hatte. Da wusste der junge Halbdrow, dass es ihm wohl bald besser gehen würde. Er konnte sich gut an die Wirkung beim ersten Mal erinnern. Doch ohne dass Shar etwas daran ändern konnte, fielen ihm die Augen wieder zu und er atmete langsam ein und aus. Allmählich und schleichend kamen seine Lebensgeister zurück. Die dumpfen Kopfschmerzen verschwanden, die Qual in seinem Körper verebbte, bis kaum noch etwas davon übrig war. Nun wurde auch sein Verstand hellwach und er konnte sich an das grausame Spiel erinnern. Wie lange es wohl schon her zu sein schien und was überhaupt mit ihm passiert war, fragte sich Junge. Je mehr er darüber nachdachte, desto klarer kamen die Bilder zurück in sein Gedächtnis. Er sah in Gedanken Nhaundar über sich, seine rot glühenden Augen, die ihn unheilsverkündend anstarrten. Dann erschienen ihm all die anderen Drow, die sich lachend und amüsierend über ihn erhoben und dann die schreckliche Schreie, die durch das Labyrinth hallten. Noch etwas war dort gewesen, Handir, sein Vater. Shar fragte sich, ob er alles nur geträumt hatte. Er öffnete eilig seine Augen und erleichtert konnte er beobachten, dass er nicht träumte. Die Seele seines Vaters stand auf der gegenüberliegenden Seite der kleinen Kammer und lächelte sanft und beruhigend seinem Sohn zu. Dieser Anblick ließ den Jungen erleichtert seufzen. Ein wohlig, warmes Gefühl breitete sich in dem hageren Körper aus. So lange sein Vater bei ihm war, konnte der junge Halbdrow auch fühlen, wie ihn etwas Angenehmes umgab und er weniger Angst verspürte.
„Geht es dir besser?“, riss eine gleichgültig klingende Stimme Shar aus seinen Gedanken und erschrocken blickte der Junge zu Ranaghar hinüber.
„Geht es dir besser?“, fragte der kniende Drow neben ihm nochmals, diesmal ungeduldiger.
„Ja, mein Herr“, hauchte der junge Halbdrow. Seine Stimme schien heiser vom Schreien.
„Hier, trink’ Wasser“, befahl Ranaghar dem Jungen, der von dem Nhaundar Xarann die Anweisung erhalten hatte, den Sklaven zu heilen und zu überprüfen hatte, ob es ihm gut ging. Anschließend sollte er auf dem schnellsten Wege den Halbdrow auf die Ehrentribüne bringen. Eine Aufgabe, die der Magier nur missmutig nachkam, besonders wenn der Sklavenhändler die heilenden Fähigkeiten von Ranaghar für solch eine Kreatur missbrauchte. Hatte es nicht schon gereicht den Jungen gestern hinters Licht zu führen, als er einen Zauber wirkte, der die Stimme von Handir in den Gedanken des Sklaven nachahmte, dachte sich der Magier. Für solche einfache Arbeiten fand sich der Zauberkundige zu schade. Ranaghar hielt dem Jungen nun einen Becher mit Wasser entgegen, der ihn sogleich aus der Hand des Magiers riss und den Inhalt in einem Zug leerte. Zufrieden, dass der Halbelf ihm wenigstens keine Schwierigkeiten machte, nahm Ranaghar den leeren Becher an sich riss etwas unsanft an der Halskette des Jungen. „Los’ mach jetzt, Nhaundar will dich sehen.“
Erst dankbar über das kühlende Nass und dann eingeschüchtert über die Worte des Drow, blickte Shar unsicher zu Handir hinüber. Doch dieser nickte ihm lediglich bejahend zu und gab durch diese Geste seinem Sohn so verstehen, er solle einfach tun, was man ihm sagte. Damit kam jedoch die Angst zurück. Der Junge fragte sich, was wohl sein Herr nun von ihm wollte. Würde er gleich wieder Schmerzen erleiden müssen, die er doch gar nicht wollte? Erneut spürte Shar einen heftigen Ruck am Halsband und so raffte sich der junge Halbdrow so schnell wie möglich auf. Seine Beine zitterten leicht und die Furcht vor Nhaundar tat ihr übriges. Mit einem weiteren Ziehen zerrte jetzt Ranaghar wieder am Halsband und Shar folgte nun ohne Widerstand. Seine Augen jedoch richteten sich Schutz suchend zu Handir hinüber, der dem Jungen folgte. Der Weg ging hinaus zu der Tür, durch die ihn Yazston vor kurzem erst in diese dunkle Kammer schubste, hinaus in den Flur und über die Treppe nach oben. Kurze Augenblicke später standen sie dort, wo sich die Geheimtür befand. Shar folgte mit schnellen Schritten dem Drow so gut es ging. Es waren Wege, die er niemals zuvor gesehen hatte und letztendlich ging es über eine ihm unbekannte Treppe wieder nach unten. Fackeln erleuchteten den Weg und nur ein paar Atemzüge später befand sich Shar zusammen mit Ranaghar in der großen Arena im Kellergewölbe des Hauses Xarann. Jetzt zitterte der Junge abermals am ganzen Körper. Er wusste sofort wo er sich befand und ängstlich blickte er sich um. Zum einen um sich zu vergewissern, dass Handir bei ihm war und zum anderen, weil er hier in dem Teil des Gewölbes stand, den er von den spärlich beleuchteten Gänge des Labyrinths beobachtet hatte. In jenem Moment erinnerte er sich auch an die dortigen Gefahren der finsteren Irrwege, denen er ausgesetzt war und wie jämmerlich klein er sich fühlte, genau wie jetzt. Viele männliche Drow saßen versammelt auf den Rängen und musterten teilweise neugierig oder angewidert Shar. Der Dunkelelf, der ihn hierher brachte, zerrte erneut an der Halskette und ihr Weg führte sie weiter auf die andere Seite. Von weitem konnte er bereits Nhaundar erkennen. Ein kalter Schauer jagte Shar dabei über den Rücken. Er blickte seinen Herrn in dessen Augen, die ständig wild aufblitzten und er dabei ein hinterhältiges Lächeln zur Schau stellte. Jemand stand daneben und schaute ebenfalls unheilverkündend den jungen Halbdrow an. Es handelte sich um niemand anderen als Dantrag Baenre.
„Bleib ruhig, mein Sohn“, erklang wie von weit weg die Stimme Handirs und Shar beruhigte sich daraufhin ein wenig. Ob es nun an den Worten oder einfach an der Tatsache lag, dass sein Vater bei ihm war, vermochte Shar nicht zu sagen.
Dann schweiften die Augen des Jungen von Nhaundar und dem Fremden hinüber zu zwei weiteren Personen, ebenfalls Drow. Doch deren Gesichter wurden jeweils von einer schwarzen Maske verborgen und blieben unerkannt. Eigentlich hätte er bei solch einem Anblick von Furcht geschüttelt werden sollen, doch Shar empfand stattdessen etwas wie Erleichterung. Etwas in ihm sagte dem Jungen, dass er vor den beiden keine Angst zu haben brauchte. Wieso und weshalb war ihm völlig unklar.
Kurz darauf kam er zusammen mit dem Magier auf der Ehrentribüne an. Ranaghar zerrte ihn jetzt vor Nhaundar und dessen Gast und schubste den jungen Halbdrow unsanft zu Boden.
Shar wagte weder aufzusehen, noch einen Schmerzenslaut von sich zu geben und verharrte kniend an Ort und Stelle. Plötzlich, völlig unerwartet spürte er eine Hand unter seinem Kinn, die nachdrücklich seinen Kopf nach oben hob. Er starrte in bernsteinfarbene Augen und jetzt wusste er, dass er niemals in seinem Leben etwas Gefährlicheres gesehen hatte, als diese Augen. Sie strahlten so etwas unendlich Kaltes und Böses aus, dass sein kleines Herz fast stehen blieb. Das Gesicht des Drow näherte sich seinem und er spürte jäh, wie die Finger der anderen Hand des Fremden sanft über seinen Wangen glitten.
"Er ist schön, Nhaundar und jung, fast schon zu jung ...", schnurrte der Dunkelelf ohne Shar auch nur einen Moment aus den Augen zu lassen.
"Außerdem ist er unverbraucht. Nur sein erstes Mal und die Jagd von eben ... ansonsten ist er vollkommen unerfahren", antwortete Nhaundar mit einem schmierigen Grinsen auf dem Gesicht.
"Dann wird es Zeit, das zu ändern", antwortete Dantrag und ließ spielerisch seine Hand nun durch Shars Haare gleiten. Plötzlich griff er fest und schmerzhaft zu. Der junge Halbdrow konnte ein schmerzhaftes Aufstöhnen nicht unterdrücken, als dieser ihn an den langen Haaren packte.
Die Worte Nhaundars hallten bedrohlich in Shars Kopf. Er kannte zwar nicht die Bedeutung von den Worten „unverbraucht“ und „unerfahren“, aber trotz seines Unwissens war sich der Junge sicher, sie bedeuteten für ihn weitere Schmerzen. Augenblicklich musste er an die Nacht von Handirs Qual denken und wie Nhaundar Shar eine unsagbarer Pein zugefügt hatte. Gleichzeitig drängten sich die Bilder von dem Labyrinth in seine Erinnerungen und die Schmerzen, die ihn förmlich von innen zerreißen wollten. Stumm fehlte er, dass niemand ihm das antun durfte und am liebsten wünschte er sich nur, in den sicheren Armen seines Vaters liegen zu können. Handir stand zum Glück und gleichzeitig zur Beruhigung im selben Moment neben seinem Sohn und legte ihm tröstend eine Hand auf die Schulter.
„Du musst versuchen deine Angst zu beherrschen, versprichst du mir das?“, flüsterte die Stimme des Elfen in Shars Ohr.
„Ja“, piepste die zittrige Stimme des Jungen, wobei Dantrag ihn immer noch zwang, in dessen Augen zu blicken.
Verdutzt schauten Dantrag und Nhaundar im gleichen Atemzug den jungen Halbdrow an und wusste nicht so recht, was das zu bedeuten hatte.
„Ihr scheint ihm wohl gute Manieren beigebracht zu haben“, entspannte der Waffenmeister die seltsame Situation, während sich Shar nicht im Geringsten bewusst war, dass bis auf ihn und dem maskierten Vhaeraunpriester niemand Handir sehen, noch hören konnte.
Sorn Dalael beobachtete die angespannte Lage und schluckte einmal ängstlich, weil ihm klar wurde, dass dies auch hätte schief gehen können.
Auch Handir schien sich der unverhofften Reaktion bewusst zu sein und wandte sich schnell seinem Sohn zu. „Du darfst mir nicht antworten, sie wissen nicht, dass ich hier bin. Höre mir zu und sei leise, dann wird …“, sprach die Seele des Elfen und brach abrupt ab, als er beobachtete, wie Dantrag mit seinem sadistischen Spielchen anfing. Handir kannte den Waffenmeister so gut wie kaum einer, das konnte man fast behaupten. Ständig war der Sohn des Hauses Baenre wie besessen von dem Oberflächenelfen gewesen, so dass er ihn sogar mehrmals zu sich nach Hause mitgenommen hatte. Dort, allein in dessen Privatgemächern eingeschlossen, ging Dantrag seinen Phantasien der Befriedigung nach und diese schienen mit jedem weiteren Mal in ungewohnte Höhen abzudriften. Nun, da Handir nicht mehr war, hatte der Waffenmeister einen würdigen Ersatz in dessen Sohn entdeckt. Die tiefblauen Augen Shars schlugen Dantrag in ihren Bann. Sie blickten ihn mit einer Mischung aus Furcht und Unschuld an, die den Drow versessen auf mehr machten.
Genüsslich setzte sich Dantrag wieder hin und lehnte sich nun zurück und öffnete mit einer Hand seine Hose. Shar riss vor Schreck seine Augen weit auf, versuchte aber gleichzeitig seine Haltung zu wahren und seine Angst zu beherrschen. Wenn er eines bis jetzt gelernt hatte, dann war es, nicht zu widersprechen oder Gesten des Unmutes zu zeigen, das brachte ihm nur weitere Schmerzen ein und das war in keinem Fall seine Absicht. So blieb ihm nur der Blick zu dem fremden Drow vor ihm, der sich vor ihn hinsetzte, dabei war die Hose nun ganz nach unten gerutscht und entblößte seine erregte Männlichkeit. Entsetzt darüber konnte der Junge nicht anders, er zitterte plötzlich am ganzen Körper. Es erinnerte ihn an die grausame Szene von einst, als er Nhaundar und seinen Vater beobachtete, wie sie sich in seltsamen Bewegungen vereinten. Keiner, nicht einmal Handir hatte ihm jemals den Unterschied zwischen Mann und Frau, geschweige denn erklärt was Beischlaf bedeutete. Shar konnte in diesem Moment lediglich erahnen, dass dies höchstwahrscheinlich so enden würde, wie er es nun schon bereits zwei Mal auf schmerzliche Art und Weise erfahren hatte. Ein kalter Schauer jagte über den angespannten Körper und am liebsten hätte er seine Bestürzung laut herausgeschrieen. Doch da wurde ihm klar, dass sein Vater bei ihm war und diese Tatsache alleine, ließ den Jungen sich in der Gefahr ein wenig beruhigen.
Von der anderen Seite beobachteten Sorn und Nalfein ebenfalls die lüsterne Art des Waffenmeisters und beide blickten angewidert in eine andere Richtung. Vor allem für den Vhaeraunpriester schien es klar, dass dieser junge Halbdrow keine Ahnung von dem Geschlechtsakt besaß. Nur eines konnte er dem Jungen aus dem Gesicht ablesen, dass er schier unendliche Angst hatte. Der Halbdrow schien bisher nur grausame Vergewaltigungen erlebt zu haben und dies würde ebenfalls in einer weiteren enden. Vielleicht wäre es für den Jungen das Beste, wenn er niemals erfahren würde, dass der Akt letztendlich auch Spaß machte, dachte sich Sorn. Für den Halbdrow hatte es in einer grausamen Schmach angefangen und würde wahrscheinlich auch so enden. Leider waren ihm die Hände gebunden ansonsten hätte er Shar geholfen, die Frage lautete nur wie. Schließlich beruhigte sich der Kleriker und sagte zu sich selbst, dass er alles Notwendige getan hatte, immerhin stand die Seele des Vaters dem Jungen zur Seite.
Shar spürte zur gleichen Zeit einen kräftigen Zug in seinem Nacken, der sich verstärkte, als der fremde, bösartig dreinblickende Drow seinen Kopf näher in Richtung seines Gliedes zwang. Der junge Halbdrow wirkte verzweifelt, wusste jedoch nicht, was man von ihm erwartete. Die Stimme seines Vaters hallte ständig in seinem Kopf, die ihm riet, er solle tun was man ihm sagte, dann wären die Schmerzen nicht so schlimm. Aber Shar wollte überhaupt keine Schmerzen, er wollte einfach in ein kleines, tiefes Loch, nichts mehr hören und nichts mehr sehen und dann schlafen. Einfach in einen traumlosen Schlaf gleiten und wenn er aufwachte, dann wäre alles so, wie er es stets kannte.
"Leck’ mich", hörte Shar plötzlich den Befehl des Dunkelelfen.
Was wollte der Drow von ihm, fragte sich der Halbdrow im gleichen Moment, als er die Worte vernahm. Der Junge wusste nicht, was von ihm verlangt wurde und keiner schien Anstalten zu machen, auch nur eine Erklärung abgeben zu wollen, nicht mal Handir. Verzweifelt versuchte er sich in dem festen Griff des hinterhältig ausschauenden Mannes zu winden, aber vergebens. Sobald Dantrag spürte, wie der Junge versuchte sich zu sträuben, packte er nur fester zu.
„Leck’ mich“, ertönte der barsche Befehl erneut.
Der Waffenmeister wurde sich im gleichen Augenblick bewusst, dass der Halbdrow nicht wusste, was er von ihm forderte. Umso besser, grinste Dantrag dämonisch in sich hinein. Er verstärkte nochmals den Griff im Nacken und drückte sogleich den Kopf des Kleinen nach vorne, langsam und genüsslich in Richtung seiner bereits erregten Männlichkeit. Mit funkelnden Augen bedachte er den Halbdrow mit Interesse und ungewohnter Vorfreude und achtete genau darauf, den Mund des Jungen direkt an die Stelle zu führen, wo er dessen Zungen spüren wollte.
Ungekannter Ekel stieg in Shar auf, doch als er den schmerzhaften Griff in seinen Nacken spürte, da war ihm klar, dass ihm keine andere Wahl blieb. Abermals flüsterte sein Vater neben ihm, er solle tun was ihm befohlen wurde. Doch woher wollte Handir das wissen, fragte sich der Junge, während der Widerwille weiter in ihm aufstieg. Letztendlich blieb ihm jedoch nichts anderes übrig, als seine Lippen dessen Männlichkeit berührten. Eine Welle des Ekels nahm von Shars Körper Besitz und er musste bei der Berührung würgen.
„Hör’ auf, du Bastard und sei dem Waffenmeister zu diensten“, ertönte von weitem die boshafte Stimme seines Herrn.
Die Worte hallten im Kopf des Jungen nach und erneut kroch die Angst in jede Faser seines hageren Leibs. Er wusste, wenn er nicht das tat was man von ihm wünschte, dann könnte es schlimmere Folgen mit sich bringen und die Erinnerungen an die schreckliche Folter Handirs schlichen sich in diesem Moment durch seine Gedanken. Er hatte keine andere Wahl. Shar schloss die Augen um wenigstens nichts sehen zu müssen. Der Griff im Nacken verstärkte sich und dann wurde er so heftig nach vorne gestoßen, dass etwas Hartes seinen Mund automatisch öffnete. Dieses fleischliche Etwas drang in seinen Mund ein und der Junge überkam die Übelkeit. Er wusste nicht was er tat, aber er war sich soweit im Klaren, dass es etwas war, das er sich so niemals erträumte.
Vorsichtig drang die Männlichkeit des Fremden immer wieder in seinen Mund. Es fühlte sich einfach nur widerlich an. Zaghaft strich seine Zunge darüber und ein erneutes Übelkeitsgefühl erfasste sein Inneres. Er kämpfte dagegen an und Shar öffnete erneut seine Augen, als er auch schon spürte, wie der Dunkelelf seinen Kopf an den Haaren nach oben riss. Der Junge begegnete so dem Blick des Drow und dessen bernsteinfarbene Augen durchbohrten ihn förmlich bis auf die Knochen.
"Schau mich dabei an, Sklave", befahl Dantrag mit drohendem Unterton.
Shar stockte der Atem und er zögerte, doch nur solange bis er den heftigen Griff des anderen an seinen Haaren abermals spürte. Mit einem heftigen Ruck wurde er plötzlich wieder nach vorne gezogen und er musste augenblicklich würgen, als das erregte Glied des Drow mit einem Mal ganz in seinem Mund verschwand. Der Blick des Fremden machte Shar im gleichen Atemzug klar, dass dieser nicht vorhatte diese Stellung so schnell wieder aufzugeben. Mit viel Mühe versuchte der junge Halbdrow das immer noch steigende Übelkeitsgefühl und den Brechreiz zu unterdrücken, was ihm nur schwer gelang und versuchte mit seiner Zunge weiter das zu tun, was von ihm verlangt wurde.
Zufrieden beobachtete Dantrag die tiefblauen Augen des jungen Sklaven und die Angst, die er darin entdeckte gefiel ihm außerordentlich. Schließlich dirigierte er den Kopf des Jungen so, dass dieser eine gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung machte. Der Waffenmeister genoss das Gefühl der Macht über diesen Sklaven voll und ganz. Er freute sich schon sehr auf die heutige Nacht, so sehr, dass er ein Aufstöhnen nicht unterdrücken konnte. Gleichzeitig spürte Dantrag, wie er sich langsam seinem Höhepunkt näherte. Das Gefühl der absoluten Glückseeligkeit fing an von dem Waffenmeister Besitz zu ergreifen und er fühlte die Zunge des jungen Halbdrow auf seinem erregten Glied, wie diese ihm schon fast die Sinne raubte. So etwas hatte er schon lange nicht mehr empfunden und da ihn dieser Junge schon von Anfang an des Abends gefiel, tat diese Befriedigung ihren Rest. Da spürte er bereits wie er jetzt seinen Höhepunkt erreichte und ergoss seine Essenz in dem Mund des Sklaven. Dabei ignorierte er den verzweifelten Blick aus den blauen Augen, die ihn ängstlich und hoffnungslos anschauten und er warf seinen Kopf in den Nacken und ließ ein ersticktes Knurren von sich hören.
„Wage es bloß nicht auszuspucken“, drohte der Waffenmeister etwas außer Atem und stieß augenblicklich den Sklaven von sich weg.
Allen Ekel überwindend schluckte Shar das hinunter, was sich in seinem Mund befand. Der Geschmack war seltsam eigenartig aber auch gleichzeitig etwas, dass ihn erneut mit Abscheu übermannte. Letztendlich war alles vorbei. Zitternd wie Espenlaub blieb der Junge nur einige Schritte von seinem Herrn und dem Fremden auf dem Boden liegen und hoffte inständig, dass ihm für diesen Abend weitere Demütigungen erspart blieben. Sein Vater gesellte sich augenblicklich neben ihn und blickte seinen Jungen mit Tränen gefüllten Augen an.
„Es tut mir so leid, mein Sohn. Niemals wollte ich, dass es so weit kommt. Ich werde versuchen dir soweit zu helfen, wie es mir möglich ist. Das ist mein Versprechen an dich“, versuchte sich Handir zu entschuldigen. Dann versagte seine Stimme.
Shar hörte die Worte seines Vaters und blickte furchtsam auf den kalten Boden. Tief im Herzen wusste der Junge, dass Handirs Worte der Wahrheit entsprachen, aber auch, dass sein Vater nichts ändern konnte. Je mehr Shar darüber nachdachte, desto deutlicher brannte sich die Wahrheit in sein Bewusstsein. Er wusste nicht wieso und weshalb, aber der junge Halbdrow erkannte plötzlich das wahre Leben seines Vaters. Handir hatte das Gleiche durchgemacht wie er. Das war der Grund, wieso Handir ihm niemals davon erzählte. Es schien sein Wunsch gewesen zu sein, dass sein Sohn davon verschont blieb. Doch alles kam anders. Handir hatte versuchte sein Leben zu verschleiern, jedoch vergebens. Diese Erkenntnis trieb dem Jungen die Tränen in die tiefblauen Augen und er konnte nicht anders als leise zu weinen. Eine unsichtbare Hand legte sich auf seine Schulter und versuchte eine tröstende Wirkung zu erzielen.
Ohne weiteres Augenmerk auf den Sklaven vor sich zu richten, zog Dantrag seine Hose nach oben und erhob sich. Er sah zu Nhaundar hinüber und ein hinterhältiges Lächeln huschte kurz über die stahlharten Züge des Waffenmeisters.
„Lasst uns nun zur Hauptattraktion dieses Abend kommen, Nhaundar“, richtete sich Dantrag an den Sklavenhändler und freute sich innerlich bereits auf den eigentlichen Höhepunkt der langen Nacht.
Nhaundar nickte wissentlich und wandte sich augenblicklich an Sorn und Nalfein.
„Meine Herren, die Zeit ist gekommen, ich wünsche Euch viel Vergnügen.“
Die beiden Zwillingsbrüder lächelten dämonisch unter ihrer schwarzen Masken und machten sich sogleich in Begleitung des Waffenmeisters auf den Weg nach unten und verschwanden von der Ehrentribüne.
Zurück blieb Nhaundar mit einem weinenden Shar. Aus den Augenwinkeln beobachtete der schmierige Sklavenhändler, wie seine Männer eine kleine Erhebung errichteten. Eine schwere Eisenplatte wurde über ein Teil des Labyrinths gelegt, darauf eine Bühne errichtet und alle benötigten Dinge für Folter und Tod gut sichtbar aufgestellt.
„Hör auf zu flennen und komm’ hier her, Sklave. Heute wirst du Zeuge wahrer Gerechtigkeit und Blasphemie“, brummte Nhaundar. In seiner Stimme mischte sich die Wut über Shars klägliches Verhalten und die Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis.
Der junge Halbdrow tat schnellst möglichst wie ihm geheißen und kroch hinüber zu seinem Herrn. Er wollte nicht schon wieder Schmerzen erleiden, wobei er nicht einmal wusste, wieso er sie zugefügt bekam.
Nhaundar ergriff die eiserne Kette von Shars Halsband und hielt sie sicher in seinem Griff. Dann nahm er eine Hand und drehte den Kopf des Jungen nach vorne, ausgerichtet auf die Bühne, damit der junge Halbdrow auch nichts verpassen konnte. Dann stand er auf, als er erkannte, dass alles vorbereitet war und sich die Soldaten an den Rand der Plattform drängten.
„Meine verehrten Gäste …“, begann der Sklavenhändler zu den versammelten Dunkelelfen zu sprechen, wobei seine Stimme von dem Kellergewölbe laut widerhallte. Augenblicklich wurde es leise und alle Gespräche verebbten. Rotglühende Augen bedachten den Gastgeber und erst als sich Nhaundar aller Aufmerksamkeit gewiss war, sprach er weiter. „… es ist Zeit für den Höhepunkt des Abends. Seit willkommen zu einer Blasphemie in all seiner Herrlichkeit!“
Daraufhin ertönten laute Rufe, Beifallsbekundungen und Lachen. Das schien Musik in Nhaundars Ohren zu sein und ein wissendes Lächeln stahl sich auf das Gesicht des Sklavenhändlers. „Ich wünsche euch viel Spaß, lasst uns beginnen.“ Danach bedeutete er mit seiner freien Hand den Soldaten, dass eine der Geheimtüren geöffnet werden konnte und er setzte sich wieder auf seinen Platz.
„Schau genau hin, Sklave. Jetzt erlebst du das Recht der Männer“, flüsterte Nhaundar Shar zu, der mit großen Augen das Spektakel beobachtete und nicht wusste, was ihn erwartete. Neben sich stand ein schweigsamer Handir, der seinen Sohn nicht von der Seite wich.
Der junge Halbdrow beobachtete, wie sich seitlich von der Bühne eine Tür öffnete und einige männliche Dunkelelfen, die er als Nhaundars Soldaten erkannte, eine schreiende und keifende Drowfrau hinein zerrten. Sie ketteten sie an den Armen gefesselt an einen Pfahl, der sich nun aus der Bühne erhob. Gleich dahinter befand sich ein Tisch mit allerlei Folterinstrumenten und ein Mann mit einem langen Umhang, eine Kapuze über den Kopf gestreift und einer schwarzen Gesichtsmaske, mit Löchern für die Augen, Nase und Mund, folgte. Es war Dantrag Baenre, der Waffenmeister des ersten Hauses Menzoberranzan, doch nur Nhaundar und die beiden Zwillingsbrüder kannten die wahre Identität des Drow unter der Verkleidung. Dantrag streifte sich augenblicklich den Umhang ab und entblößte seinen nackten Oberkörper, als er sich auch noch das Hemd auszog. Zwei weitere Männer folgten nun und Shar erkannte, dass es sich um die beiden Dunkelelfen von der Ehrentribüne handelte. Sie hielten mit einigen Metern Abstand von der Frau und dem bedrohlich wirkenden Mann mit nacktem Oberkörper an und verharrten still auf der Stelle. Einer der beiden hielt seine Hände wachsam und griffsbereit an seinen Schwertern, die an seinem Waffengürtel prangten.
Der Dunkelelf mit freiem Oberkörper ließ seinen Blick über die anwesenden Gäste schweifen. Mit dieser Geste wollte er sicher gehen, dass das ganze Augenmerk der Versammelten auf ihn und die Priesterin gerichtet war. Die Menge schien fasziniert. Leises Raunen erfüllte die Reihe der Anwesenden. Dantrag vernahm von seinem Standort aus die Stimmen der Männer, die ihre Köpfe zusammen steckten und ihm ihren ehrfurchtsvollen Respekt mit einem zustimmenden Nicken entgegen brachten.
Nhaundar richtete ebenfalls seine ganze Aufmerksamkeit auf das Spektakel. Plötzlich bemerkte er im Augenwinkel den jungen Shar, der versuchte sich heimlich zurück zu ziehen.
„Oh, so schnell wirst du mir nicht entkommen“, dachte sich der Sklavenhändler und zog grob an Shars Halsband. Dieser erschrak augenblicklich und blickte ängstlich zu seinem Herrn auf.
„Wer wird denn. Du wirst deine Freude haben, du kleiner Bastard. Falls nicht könnte ich mir vorstellten, dich an Stelle der Frau dort vorne zu sehen“, schüchterte Nhaundar den jungen Halbdrow ein. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, ließ er seine Augen unheilsvoll aufleuchten. Niemals würde er das tun, solch eine bevorstehende Blasphemie war lediglich Priesterinnen Lolths vorbehalten, aber er liebte es den Jungen einzuschüchtern und genoss die Überlegenheit über diese unschuldige Seele.
Shar zuckte bei dieser Aussage merklich zusammen und nahm die Warnung seines Herrn für wahre Münze. Verzweifelt blickte er zu Handir hinüber, doch der lächelte ihn nur sanft an.
„Du brauchst keine Angst zu haben, dir wird jetzt nichts geschehen“, beruhigte die Seele des Elfen seinen Sohn.
Alleine die Stimme seines Vaters beruhigte den jungen Halbdrow ein wenig und er versuchte still am Boden sitzen zu bleiben. Er richtete seine Augen erneut auf die Szene auf der anderen Seite der Arena und dem grausamen Spektakel, das soeben seinen Anfang nahm. Er wusste nicht, was jetzt kommen würde, doch er war dankbar dafür, dass es offensichtlich nichts mit ihm zu tun hatte. Plötzlich spürte er eine Hand seines Herrn, der ihn gedankenverloren über seinen Kopf streichelte. Leicht angewidert darüber verzog Shar heimlich sein Gesicht und versuchte die Berührungen zu ignorieren. Noch während der Junge sich ärgerte, begann Dantrag mit seinem grausamen Werk.
Der Waffenmeister ging zu den Eisenketten, an dem die Priesterin befestigt worden war und bedachte sie mit einem hämischen Grinsen, das unter der Maske jedoch nicht deutlich zu erkennen war. Dann schritt er gemütlich hinüber zu dem Tisch mit den Folterinstrumenten und überlegte, womit er anfangen sollte. Er grinste erneut für einen Moment und beschloss sich erst mal auf einfache Dinge zu beschränken, schließlich sollte dies ein langer Abend werden und so wählte er eine Peitsche mit kleinen Knoten an jeder Schnur aus. Spielerisch nahm er sie in eine Hand und ließ sie einmal knallen, bevor er sich dann mit einem freudigen Schmunzeln zur Priesterin umdrehte, die ihn gerade in den höchsten Tönen verfluchte. Ein weiterer Schlag ertönte und die Peitsche traf die nackte Haut der Drow, die jedoch lediglich die Zähne zusammen biss, um nicht laut zu schreien. Ein enttäuschtes Gemurmel ging durch die Reihen der versammelten Gäste, aber Dantrag bedachte diese nur mit einem diabolischen Lachen, wohlwissentlich, dass dies nur der Anfang der Folter darstellte. Als er dann mehr als zehn Schläge auf die Priesterin niederprasseln gelassen hatte, entlockte der Waffenmeister ihr zum ersten Mal einen lauten Schrei. Ihre Brust war mittlerweile aufgeplatzt und das Blut rann aus den offnen Wunden ihres Körpers. Dantrag hörte hier jedoch auf und nickte dem Priester zu. Als die Dunkelelfe aus zusammengekniffen Augen beobachtete, dass ein Priester Vhaerauns sich um ihre Wunden kümmern sollte, fing sie laut an zu kreischen und zerrte verzweifelt an den Ketten, die sie die ganze Zeit aufrecht hielten. Angestachelt durch die Schreie und unflätigen Beschimpfungen der gepeinigten Priesterin Lolths, begann die Menge zu grölen. Doch der Vhaeraunpriester heilte sie nicht, sondern besah sich lediglich die Wunden, um sicher zu gehen, dass sie nicht zu viel Blut verlor, bevor die Folterung erst richtig begann. Schließlich war der Abend noch lang. Genussvoll drückte der Priester seine schlanken Finger in einen besonders tiefen Riss und die Frau schrie schmerzlich auf.
Dantrag währenddessen genoss den Anblick nur für einen kurzen Moment, bevor er das nächste Folterinstrument wählte und erneut zu der Priesterin schritt.
Von oben schaute Shar mit weit aufgerissen Augen der grausamen Szene zu und verstand nicht, was der Mann mit der Frau tat, außer das sie aus einem ihm unbekannten Grund ausgepeitscht wurde. Eine der anderen Männer quälte die Frau noch mehr, indem er ihr in die bereits offnen Wunden griff. Der junge Halbdrow zuckte bei diesen Berührungen selbst zusammen und konnte sich lebhaft vorstellen, welche Schmerzen die Drow erleiden musste. Er empfand so etwas wie Mitleid während der Junge gleichzeitig unendlich froh war, nicht an ihrer Stelle zu sein. Als er weiter beobachtete, erkannte er, wie die Peitsche einfach achtlos auf den Boden geworfen wurde und der Fremde zu einem Kohlenbecken lief, in dem die Glut loderte und sich darin mehrere Eisenstäbe befanden. Die umher sitzenden Zuschauer fingen zur gleichen Zeit an zu jubeln und Shar blickte verwirrt umher. Da spürte er Nhaundars festen Griff in seinem Nacken, der seinen Kopf wieder der Szene vor sich zuwandte.
Dantrag zog sich währenddessen einen schwarzen Handschuh über und griff sich einen der glühenden Stäbe. Dann drehte er sich zur Priesterin herum, mit weit aufgerissenen Augen starrte sie ihm entgegen und begann augenblicklich hoch und laut zu kreischen. Sie zerrte heftig an den Ketten, so fest, dass Blut ihre aufgerissenen Handgelenke entlang lief. Langsam näherte sich Dantrag ihr mit dem glühenden Eisen und fuhr erst spielerisch mit einigen Zentimeter Entfernung an ihrem Körper entlang. Ängstlich versuchte die Frau auszuweichen, um der sengenden Hitze zu entgehen. Schließlich ließ der Waffenmeister das glühende Eisen, von ihrem Fußknöchel an, hoch an der Innenseite ihrer Beine vorbeiwandern. Erst als er beim Oberschenkel angelangt war, drückte er das heiße Stück Metall ins Fleisch, so dass es ein widerlich zischendes Geräusch gab. Augenblicklich roch der Waffenmeister den süßlichen Geruch von verbranntem Fleisch. Die Priesterin schrie gepeinigt auf und neue Tränen flossen über ihre Wangen. Doch das war dem Krieger nicht genug. Jetzt begann er mit dem gleichen Spiel auf der anderen Seite und als er wieder beim Oberschenkel angekommen war, presste er erneut das glühende Metall dagegen. Vor Schmerzen wurde die Frau fast ohnmächtig, doch nur fast. Dantrag ging genüsslich hinüber zur Kohlenpfanne und holte sich ein neues Eisen. Wieder begann er bei ihren Knöcheln, doch er ging weder am linken noch am rechten Bein entlang, sondern genau in der Mitte mit dem waagerechten gehaltenen glühenden Eisen nach oben. "Nein ... nein ... bitte ... bitte nicht", bettelte die Frau keuchend und von Angst erfüllt. Die staunende Menge um sie herum dagegen lachte lauthals und freudig auf. Spielerisch hielt Dantrag inne und sah ihr in die rot glühenden Augen. Er lächelte sanft und zog das Eisen zurück. Die Frau atmete erleichtert auf. Langsam drehte sich Dantrag um, nur um plötzlich wie ein Blitz herumzufahren und ihr das heiße Eisen genau in den Schritt zu pressen. Die Menge grölte und jubelte bei den Schreien der Frau, die kurz darauf ohnmächtig wurde. Genussvoll grinsend, ließ der Waffenmeister das heiße Eisen wieder in die Kohlen fallen und nickte dem Priester zu, sich um die Frau zu kümmern.
Der Schrei der Frau ließ auch Shar ebenfalls kreischen und er zuckte zusammen. Nhaundar, der eben voller Genugtuung der Folterung zugeschaut hatte, hörte und spürte den Jungen und gab ihm einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf.
"Schau’ gefälligst hin und benimm’ dich wie ein Mann ...", schnauzte Nhaundar, beugte sich dann hinunter, so dass er dem Halbdrow ins Ohr flüstern konnte und sprach flüsternd weiter, "… aber vielleicht könnte ich auch etwas ähnliches mit dir tun, damit du gehorchst und machst was man dir sagt."
Bei diesen Worten jagte abermals ein kalter Schauer über Shars Rücken, der durch den Schlag des Sklavenhändlers etwas benommen war, aber die Worte brannten sich in ihm ein. Er litt mit dieser unbekannten Frau. Des Weiteren verfehlte die Drohung des Sklavenhändlers in keiner Weise ihre Wirkung und vergessen schienen sogar die Worte von Handir. Das war also stets das große Geheimnis von langen Nächten, an denen Shar unschuldig auf seiner Decke im Dunkeln lag und sich vorstellte, was die vielen männlichen Drow in regelmäßigen Abständen auf Nhaundars Anwesen trieben. Hätte er es damals bereits nur ansatzweise erahnt, dann wäre er niemals in Träumereien über dieses Ereignis versunken. Er stellte sich vor, wie Männer wie sein Vater, große Kämpfer, gegeneinander antraten und ihr Geschick mit dem Schwert bewiesen. Doch niemals wäre ihm auch nur der Gedanke gekommen, so eine grausige und schmerzerfüllte Folterung, an der er kurz zuvor ebenfalls für die Belustigung der anwesenden Drow beigesteuert hatte, zu Gesicht zu bekommen. Er hatte Angst und versuchte sich zusammen zu reißen, aus Furcht, sein Herr würde seine Drohung wahr machen. Gleichzeitig fragte er sich, was diese Fremde getan haben könnte, dass man ihr solche Schmerzen zufügte. Die Antwort gab er sich selbst, wenn er nur an sein eignes Schicksal dachte. Sie musste nichts getan haben um Schmerzen zu bekommen. Nhaundar und all die anderen Männer brauchten niemals einen Grund. Es reichte ja schon aus, dass er zur Hälfte Mondelfenblut in sich trug und er dafür bestraft wurde, er kannte es nicht anders. Er konnte doch nichts für seine Herkunft, aber da der Junge es von klein auf gewöhnt war, nahm er diese Tatsache einfach hin. Shar hatte seinem Herrn zu dienen und keine andere Denkweise wurde ihm bereits als Kind beigebracht, nicht einmal von Handir selbst. Keine Widerrede und keine unliebsamen Handlungen, die den Sklavenhändler verärgerten. Gehorchen und Leistungen erbringen, daraus bestand schon immer sein Leben und es würde so bleiben, bis er für seinen Herrn nutzlos wurde. Was Shar nun noch erschreckender empfand, war die Tatsache, dass der fremde Mann mit schwarzer Maske und freiem Oberkörper solch einen Spaß an der Folterung zu haben schien. Er wünschte sich, dass er diesem Drow nie in seinem Leben über den Weg laufen würde und mit diesem Gedanken blickte er ungewollt wieder nach vorne. Der Waffenmeister hätte sich insgeheim für seine gute Verkleidung loben können, da ihn Shar nicht erkannte. Ansonsten wäre der Junge froh gewesen auf der Stelle sein Leben auszuhauchen.
Handir stand in der Zwischenzeit immer noch neben seinem Sohn, beobachtete ebenfalls die Folterung. Der Vhaeraunpriester, der ihn beschworen hatte, tat etwas Gutes und er wünschte sich, dass dies noch lange anhalten würde. Doch am nächsten Morgen würde er seinen Sohn für immer verlassen müssen und diese Erkenntnis schmerzte die Seele des Elfen. Handir kannte das grausame Spiel nur zu gut, war es doch nicht die erste von Schmerz gepeinigte Erniedrigung einer Lolthpriesterin, der er in all den Jahren beiwohnte und gleichfalls konnte er die Zukunft für Shar nicht ändern. Er war machtlos und hoffte inständig, sein Sohn würde sich schnellstmöglich den nötigen Panzer gegen seine unschuldige Seele aneignen, ganz egal, wie dieser aussehen möge.
Zur gleichen Zeit erfüllte der Vhaeraunpriester, Sorn Dalael, seine Aufgabe vortrefflich. Sein Bruder Nalfein stand in einigen Metern Abstand daneben und ging stets seiner Arbeit nach, Sorn bei seinen klerikalen Zaubern vor einem eventuellen Angriff von anderen zu schützen. Besonders wenn man bedachte, dass der Kleriker in solch einem Fall absolut hilflos den Angreifern ausgeliefert wäre.
Die Wunden der Lolthpriesterin heilten zwar nicht, aber die Frau würde auch nicht daran sterben, signalisierte Sorn soeben dem Waffenmeister. Man brachte einen Eimer Wasser und übergoss den Körper damit. Stöhnend erwachte die Frau und hob langsam ihren Kopf. Dantrag lächelte sie glücklich an, während er hinter seinem Rücken bereits eine kleine Schachtel mit verzauberten Nadeln verbarg. Würde er diese Nadeln in den Körper bohren, so würden sie den zugefügten Schmerz auf magische Art und Weise vervielfachen. Sanft streichelte er ihr Gesicht und beugte sich vor. Verängstigt hielt die Frau still als er schließlich begann sie zu küssen. Er brachte sie sogar soweit, sich auf einen Zungekuss mit ihm einzulassen, doch kaum spürte er ihre Zunge in seinem Mund, da biss er zu. Die Frau schrie erneut auf und Dantrag wandte sich um und spuckte das Stück ihrer Zunge verächtlich ins Feuer. Er reichte schließlich das Kästchen mit den Nadeln dem Priester, der dies für ihn halten sollte. Gleich darauf nahm sich der Waffenmeister eine Nadel und fuhr damit spielerisch über ihren Körper. Dabei vernahm er ein jammerndes Gebet an die Spinnenkönigin, die ihre Dienerin wohl nicht erhörte und ein weiteres Lächeln stahl sich auf die markanten Gesichtszüge des Waffenmeisters. Seine andere Hand drückte gleich darauf eine ihrer Brüste fast schon zärtlich. Dann durchstach er mit der ersten Nadel ohne Mitleid oder Hemmungen ihre Brustwarze. Sie schrie voller Qualen auf und bettelte er möge diese Nadel wieder aus ihr herausziehen. Die Menge tobte vor Begeisterung. Doch der Waffenmeister war noch nicht am Ende angekommen, denn bei der anderen Brust wiederholte er das schmerzhafte Schauspiel. Die Frau schrie und schrie, die Männer tobten und grölten. Dantrag war von einem absoluten Hochgefühl beflügelt während er sich wieder dem Tisch mit den Folterinstrumenten zuwandte.
Shar kniff im gleichen Moment seine Augen fest zu, als der Frau die Zunge abgebissen wurde und der Fremde das Stück davon in die Glut des Feuers warf. Sein Magen drehte sich auf seltsame Art und Weise und er konnte ein Würgen nicht unterdrücken. Diese Vorstellung lag jenseits seiner Vorstellungskraft oder der Grausamkeiten, die er gesehen und am eigenen Leib gespürt hatte. Nur sein Vater kannte diese unbeschreiblichen Schmerzen bei dessen Hinrichtung, aber dies war für den kleinen Jungen bei dieser Szene einfach nur eine immer blasser werdende Erinnerung. Als sein Magen sich zum zweiten Mal krümmte und die Übelkeit ihn übermannte, würgte er erneut und musste einfach seinen Kopf von dieser grausamen Szenerie abwenden.
Nhaundar reagierte sofort und zog den Jungen am Arm grob nach oben. "Du willst also nicht hören ... dann werde ich dich Dantrag Baenre gerne als Nachspeise überlassen und du kannst die Schmerzen an deinem eigenen Körper erfahren." Dabei stahl sich ein diabolisches Grinsen auf das stahlharte Gesicht des Sklavenhändlers, der dabei lediglich an seine vollen Schatzkisten dachte.
Diese Worte hallten augenblicklich in Shars Kopf wider, er war den Tränen nahe und der Junge begann zu winseln und stammelte immer wieder die Worte "Nein" und "Ich gehorche" hervor. Die Angst kroch ganz tief in seine Glieder und er fing unkontrolliert an zu zittern. Er versuchte sein Gesicht in den Händen zu verstecken, um gleichzeitig die grausame Szene nicht mit anschauen zu müssen. Da verlor der Sklavenhändler endgültig die Geduld und schlug mehrmals heftig auf Shars Kopf, bis dieser fast bewusstlos zur Seite baumelte. Erst dann ließ er den Halbdrow auf die Erde nieder und grinste breit bis über beide Ohren. Er gestand sich ein, dass er Shar wunderbar nach seinen Wünschen formen konnte und er ihm jede Drohung an den Kopf werfen konnte ohne dass dieser jemals herausfand, ob sie ernst oder einfach nur zur Belustigung diente. Aber was ihn am meisten freute war die Tatsache, dass der Waffenmeister vom ersten Haus der Stadt Geschmack an seiner neuen Errungenschaft gefunden hatte, was letztendlich zu viel Gold führen würde. Bei diesem Gedanken rieb er sich gierig die Hände und schaute weiter gespannt auf die Folterung der Priesterin Lolths, ohne weiter auf Shar zu achten, der wie ein Häuflein Elend auf dem Boden kauerte.
Handir blieb nur eine Möglichkeit und er legte erneut seine unsichtbare Hand auf den bebenden Körper seines Sohnes. Er kannte die Methoden von Nhaundar nur zu gut und hoffte inständig, dass er bald von dem Spiel mit den Ängsten ablassen würde. Doch der Abend war noch lang.
Währendessen nickte Dantrag erneut dem Vhaeraunpriester zu, als er sich ein neues Spielzeug aussuchte. Dieser schaute wieder nach der Frau und signalisierte dem Waffenmeister, dass sie es noch aushalten würde. Glücklich über diesen Umstand, nahm sich Dantrag ein gebogenes Messer mit einer feinen scharfen Klinge. Er lief einmal um die Priesterin herum und schnitt ihr die langen Haare ab, denn diese würden ihm bei seinen nächsten Folterungen nur im Weg sein. Er stand immer noch hinter ihr und die Menge war in atemloses Schweigen verfallen, was nun als nächstes Kommen würde. Dantrag begann genüsslich sich an die Frau zu schmiegen und leckte ihr über die Ohren. Wie ein zärtlicher Liebhaber begann er daran zu saugen und zu knabbern. Die Priesterin winselte immer weiter, während er zärtlich ihren Busen drückte und massierte, die Nadeln jedoch im Fleisch beließ. Das Messer wanderte dabei mit der stumpfen Seite sanft über die Arme der Frau, über ihre Schultern und dann am Hals entlang. Schließlich wanderte es weiter zu ihren Ohren. Ganz so, als wollte er eine Frucht schälen, setzte er an und schnitt ihr die Spitze ihres Ohres ab. Die Priesterin kreischte unter höllischen Qualen auf und die Männer grölten und jubelten über Dantrag. Doch der Waffenmeister wartete ab, bis sich die Frau wieder gefangen hatte, bevor er ihr auch die andere Ohrspitze. Genüsslich stolzierte er um sein Opfer herum und suchte sich eine neue Stelle zum foltern aus. Sein Blick viel auf ihre schönen Schenkel und er ging sogar vor ihr in die Knie. Der Waffenmeister setzte das Messer auf der zarten dunklen Haut an und begann ihr bei vollem Bewusstsein die Haut abzuziehen. Wahnsinnig vor Entsetzen und Schmerzen schrie und brüllte die Priesterin. Die gleiche Tortur wiederholte der Mann noch an ihrem anderen Schenkel und auch auf ihrem gesamten Rücken. Stolz betrachtete er sein Werk, bemerkte jedoch, dass die Frau mittlerweile ohnmächtig geworden war. Er nickte dem Priester zu. Zu einem Soldaten gewandt befahl er, "Holt einen Eimer mit Wasser ... mit Salzwasser", und er lachte dämonisch auf. Der Soldat tat wie ihm befohlen und brachte das Gewünschte. Mit dem allergrößten Vergnügen goss der Waffenmeister das Wasser über die Priesterin, die vor Schmerzen schreiend kurz ihre Augen aufschlug und dann ziemlich schwach in ihren Fesseln hang. Mittlerweile blutete die Frau schon ziemlich stark und Dantrag gab dem Priester wieder ein Zeichen. Doch diesmal schüttelte dieser mit dem Kopf. Das war das vereinbarte Zeichen, jetzt war eine Heilung notwendig oder die Frau würde führzeitig sterben. Er gab dem Priester ein bestätigendes Nicken und dieser begann ihre schlimmsten Wunden zu versorgen. Danach setzte der Waffenmeister seine Folterung fort bis sich der Abend schließlich dem Ende entgegen neigte und Dantrag die Frau genüsslich mit seinen Schwertern zerhackte, wobei er mit ihren Gliedmaßen anfing und zum Schluss ihr den Kopf abschlug. Allerdings ließ er es sich vorher nicht nehmen ihr noch jeden Knochen einzeln zu brechen. Jetzt fehlte dem Waffenmeister noch ein weiterer Höhepunkt des Abends und er sah zur Tribüne und zu dem Halbdrow hinüber.
Shar hatte die ganze Szene mit solch grausamem Entsetzen mit angesehen und sich bereits mehrmals übergeben. Selbst jetzt, als die Leiche der Frau hinaus gebracht wurde und bis auf das Blut nichts mehr von der Folterung zu sehen war, übermannte ihn abermals die Übelkeit. Gleichzeitig hatte er Angst vor der Drohung Nhaundars. Als Shar das Gefühl hatte, dass sich sein ganzer Mangeninhalt vor ihm ausgebreitete hatte, wagte er zum ersten Mal, seinen Herrn wieder anzuschauen. Erschrocken fuhr er jedoch zusammen, als er erkannte, dass dieser sich erhoben und sich mittlerweile einer anderen Person widmete.
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