Seth's Death Collection

BY : Andrijan
Category: German > Originals
Dragon prints: 1766
Disclaimer: Disclaimer: This is a work of fiction. Any resemblance of characters to actual persons, living or dead, is purely coincidental. The Author holds exclusive rights to this work. Unauthorized duplication is prohibited

Seth ist ein Vollidiot der extremsten Sorte ohne positive Charaktereigenschaften oder richtige Freunde. Trotzdem schlägt er sich rücksichtslos durch das Leben.

Bis er in einen Teufelskreis gerät, der wohl nie wieder enden wird...

 

Seths Death Part 1

 

Besonders intelligent war Seth nie gewesen oder hatte diese Tatsache zumindest so gut versteckt, dass niemand auch nur auf diese Idee gekommen wäre.

Im Allgemeinen benahm er sich nämlich wie ein kompletter Vollidiot; die meistens Sachen im Leben übersah er einfach oder waren ihm zu egal, um sich damit zu beschäftigen. Auf richtig gute Freunde legte er keinen Wert, das war ihm viel zu anstrengend. Lieber suchte er sich Leute, mit denen er ein paar Mal die Woche abhängen konnte und sonst einfach übersah.

In der Schule schlief er entweder oder fehlte unentschuldigt; Bildung brauchte er seiner Meinung nach schließlich nicht, dafür fühlte er sich zu cool.

Trotz dieser enormen Anzahl an negativen Verhaltensweisen oder im schlimmsten Fall genau aus diesen Gründen fanden ihn Mädchen im Alter ab 13 aufwärts so anziehend. Immerhin verkörperte er für das absolute Böse und wurde dadurch erst richtig interessant.

Dass das auch bedeutete, dass sie nach spätestens zwei Wochen nicht mehr unterhaltsam genug für ihn waren, verstanden die meisten erst dann, als es längst zu spät war und sie dumm wie sie waren auf ihn und sein nicht gesellschaftsfähiges Verhalten hineingefallen waren.

Seth fand es ausgesprochen lustig, eine solche Wirkung auf die weibliche Fraktion in seiner Umgebung zu haben, und kümmerte sich kein bisschen darum, wie vielen kleinen Mädchen er schon das Herz gebrochen hatte. Sie hätten schließlich nichts mit ihm anfangen müssen, lautete in solchen Fällen recht schlicht seine Devise.

„Seth, du bist ein verdammtes Arschloch“, bemerkte Nuno mal wieder nebenbei, während sie bei ihm im Garten auf dem ungemähten Rasen lagen und sich gemeinsam abfüllten, wobei Seth es wie gewöhnlich maßlos übertrieb und nur noch dumm grinsend neben ihm Weihnachtslieder krächzte und dabei ab und zu über die Formen der Wolken lachte.

„Wieso denn?“, fragte er unwissend und suchte die angebrochene Sektflasche, die eigentlich ganz nah neben ihm liegen sollte. „Ich mach doch nichts, du Vogel.“ Dass sie genau auf der anderen Seite von ihm lag, vermutete sein kaputter Kopf gar nicht mehr.

„Doch... du vögelst dich durch die Weltgeschichte, als gäbe es kein Morgen, du bist der größte Assi der Stadt und es ist ein Wunder, wenn man dich mal nüchtern trifft.“ Und das waren nur die Hauptpunkte.

„Als ob dich das stört“, brummte Seth ungerührt und fauchte wütend, weil er sich weiter betrinken und nicht die dämliche Flasche suchen wollte.

„Manchmal schon“, gab Nuno zu und drückte aus Mitleid seinem Saufkumpel die Flasche in die Hand, bevor dieser aus Frustration vielleicht auf dumme Gedanken kommen konnte und den Garten zu zerlegen begann. „Wenn du wieder meine Schwester flach legst zum Beispiel.“ Was leider nicht nur einmal vorgekommen war.

„Wie oft noch, ey. Tut mir sorry, okay? Soll nicht mehr passieren, Mann.“ Das war bisher die einzige Angelegenheit gewesen, die Seth im Nachhinein dann doch etwas peinlich gewesen war, einfach weil er befürchten musste, ohne Nuno nicht mehr kostenlos an jede Menge Alkohol zu gelangen. Und weil er seine Schwester eigentlich ziemlich hässlich fand.

„Oder du so dicht bist, dass du mein Zimmer auseinandernimmst und dann noch vollkotzt.“ Nun nahm sich Nuno seine eigene Flasche und kippte sich fast ein Drittel des übrigen Inhalts in den Mund. „Aber du hast recht, eigentlich ist es mir echt egal.“

„Weiß ich.“ Ein selbstzufriedenes Grinsen trat auf Seths Gesicht.

„Eigentlich bist du mir egal“, entgegnete Nuno noch nebenbei und fragte sich, ob es ratsam war, noch mehr zu saufen. In seinem Köpfchen drehte sich immerhin alles schon etwas.

„Du mir noch mehr.“

„Gut, dass das geklärt wäre.“ Nun ziemlich entspannt, weil er ihm endlich das mitgeteilt hatte, was er Seth schon vor Monaten hätte klar machen müssen, vernichtete Nuno auch noch den Rest des Sekts, um seine guten Vorsätze noch kräftig in die Tonne zu treten, summte leise vor sich hin und kroch in Richtung Blumenbeete, um sich dort zu übergeben.

Vielleicht hatte er sich doch etwas überschätzt.

Seth musterte interessiert das Schauspiel vor seiner Nase - sein Empfinden schwankte zwischen Schadenfreude und Belustigung - und beschloss, langsam aber sicher den Weg nach Hause anzutreten. Oder es zumindest zu versuchen, denn eine leise Stimme in seinem Kopf erklärte ihm ganz am Rande, dass er wohl nicht so willkommen bei Nuno zuhause sein würde, vor allem wenn er sich noch dreist über Nacht einlud.

Theoretisch hätte es ihm so egal sein können, er hatte sich schon oft genug bei anderen ohne deren Zustimmung selbst eingeladen; aber er hatte auch gar keinen Bock, Nuno noch länger sehen zu müssen, es hatte genügt, dass er ihm den Alkohol beschafft hatte, für mehr brauchte er ihn auch gar nicht. Und vielleicht lief da auch die hässliche Schwester herum und bei seinem Glück landete er wieder mit ihr im Bett und das Theater danach wäre groß.

Also nichts wie weg von diesem Grundstück.

Zehn Minuten später bereute Seth seinen Entschluss schon wieder. Erstens wollte er nur schlafen, zweitens hatte ihm sein Orientierungssinn ziemlich im Stich gelassen und drittens war ihm inzwischen ebenfalls schlecht.

Die Rache des Sekts.

„So ein Müll“, fluchte er wütend und genervt über dieses undankbare Verhalten des Schicksals, setzte aber tapfer seinen Weg fort, obwohl sich alles seltsam auf und ab bewegte und er sich fragte, ob Nuno nicht ein hinterhältiger Wichser war und ihm etwas in den Sekt gemischt hatte. Sonst ging es ihm nach solchen Pussygetränken nicht so elendig mies. Zutrauen würde er es seinem zweckmäßigen Kumpel, Nuno beneidete ihn doch immerhin seit Ewigkeiten dafür, dass er die Mädchen abgriff und Nuno selbst keine Beachtung fand, weil alle ihn für schwul hielten. So klein und dünn wie er war mit seiner komischen schwarzen Haarmähne und der schwarzen Farbe, die er sich ab und zu ins Gesicht klatschte, weil es ihm gefiel.

Selbst schuld, wenn man so aussah, als würde einem ein Minirock besser stehen als der eigenen Schwester. Spätestens dann sollte man sich fragen, ob man nicht vielleicht seinen Style ändern sollte.

Seufzend schleppte sich Seth weiter, stolperte über eine Zeitung, die jemand achtlos auf den Gehweg geworfen hatte, und schlug hart auf dem Boden auf. Seinem Kopf tat das nicht unbedingt gut und seine Knie fühlten sich an, als wollte sie ihm jemand herausschlagen. Doch jammern hätte ihm den Schmerz auch nicht erspart, er war doch kein kleines Mädchen, das deswegen flennte. Fluchen funktionierte aber nicht mehr, in seinem Kopf herrschte Wortsuppe.

Auch aufstehen konnte er nicht, was ihn ärgerte und an seinem Ego zu knabbern drohte. Das war ihm auch noch nie passiert. Das lag mit Sicherheit an dem vergifteten Sekt.

Bei Gelegenheit schlug er Nuno seine gottverdammte Mädchenfresse ein, damit er daraus für die Zukunft lernte.

Doch Seth schien Glück im Unglück zu haben; vor ihm tauchte jemand auf, der geradewegs auf ihn zukam und auch nicht gespielt blind an ihm vorbeistolperte.

Seth konnte sich ein kurzes, äußerst dümmliches Grinsen nicht verkneifen; das Schicksal hatte doch ein Einsehen mit ihm und schickte ihm ein heißes Mädchen als Retterin vorbei. Was wollte man denn mehr?

„Kann ich dir helfen?“, fragte sie nett lächelnd und wartete gar nicht auf seine Reaktion, die sowieso erst mit ewiger Verzögerung eingesetzt hätte, sondern packte ihn am Handgelenk, zerrte ihn auf die wackligen Beine und die Straße entlang. Widerstandslos ließ Seth das über sich ergehen; ihm ging es zwar immer noch extrem dreckig und er schwankte verdächtig hinter ihr her, aber er wusste trotz seines erbärmlichen Zustands wenigstens, welches Mädchen als nächstes von ihm abgeschleppt werden sollte.

Oder eher, bei welchem er es versuchen wollte, falls er nicht vorher einfach umkippte.

Sie erreichten eine Mauer, die den halbzerfallenen Kinderspielplatz von der Straße trennte und somit die Sicht auf das, was sich dahinter abspielen konnte, nahm. Dreist zog das fremde Mädchen ihn mit sich hinter diese Abschirmung vor neugierigen Blicken. Natürlich ahnte Seth, dass sie das nicht tat, um ihm die gefetzte Schaukel zu präsentieren, die er nur zu gut kannte; sie wollte genau dasselbe wie er.

Und das gefiel ihm, solche Mädchen konnten ruhig öfter bei ihm auftauchen. Zwar nicht unbedingt, wenn er wieder halb vorm Kotzen war, aber unerwünscht waren sie nie.

Was in den Augenblicken darauf folgte, war so verrückt, dass Seth an seinem Verstand zu zweifeln begann. Er fühlte sich so überrumpelt davon, er konnte nicht einmal schreien, ob vor Überraschung oder schon vor Schreck war relativ egal. Sicher spielte der Alkohol auch hier eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Das Mädchen vor ihm, das gerade dabei war, ihr T-Shirt auszuziehen – Seth erkannte schon ihren dunkelroten BH –, verwandelte sich vor seinen Augen in etwas, was es eigentlich nicht geben durfte. Das wusste sogar sein vernebeltes Gehirn.Vor ihm stand nun nicht mehr die halbnackte, hübsche Brünette, sondern ein weißer, milchiger Schemen ohne genaue Konturen, nur ein Paar verwaschen aufleuchtenden orangefarbenen Augen blitzten ihm deutlich entgegen.

Hatte man ihm wirklich irgendwelche Drogen untergemischt, die er nicht vertrug? Seth starrte wie versteinert das Ding vor ihm an und kam gar nicht auf die schlaue Idee zu fliehen. Etwas in ihm sagte ihm im Vornehinein, dass es sinnlos wäre, sich versucht heimlich vom Acker zu machen.

„Guck mich nicht so an“, befahl ihm das Etwas mit schneidender Stimme. „Mein Erscheinen ist eine logische Konsequenz deines unverschämten Handelns.“

„Ich hab doch gar nichts getan“, stammelte Seth verwirrt und schaute sich hilfesuchend um. Er wusste ja nicht einmal, was ihn hier genau zur Schnecke machte. „Echt nicht, Mann.“

Das Ding musterte ihn drohend von oben bis unten, packte ihn und warf ihn heftig zu Boden, sodass Seth zum zweiten Mal an diesem Tag auf die Nase fiel; dieses Mal tat es allerdings mindestens doppelt so weh, obwohl er auf Erde und nicht auf Beton landete.

„Das sehe ich aber ganz anders, Seth Sorensen. Nicht jeder schafft es, in so kurzer Zeit so viele Verwünschungen von unterschiedlichen jungen Frauen anzusammeln. Und ich bin hier, um dir die gerechte Strafe für deine Taten zu erteilen.“

Das nächste Mal kaufte er sich seinen Alkohol wieder selbst, dann bekam er hoffentlich nicht solche Nebenwirkungen und fing an zu spinnen.

Als ob hier tatsächlich ein Rachegott oder so etwas vor ihm stand, dafür waren seine Freizeitaktivitäten auf keinen Fall schlimm genug. Hoffte er doch mal.

Immerhin lebte er nur sein Leben, so wie es ihm gefiel, dafür mussten ihn keine kranken Halluzinationen richten.

„Lass mich in Ruhe, ich hab keinen Bock auf dich. Geh sterben.“ Etwas Anderes fiel ihm auf Anhieb nicht ein, was nicht unbedingt zur Verbesserung seiner doch deutlich unterlegenen Situation beitrug oder den selbsternannten Rächer besänftigte. Aber was sollte das da ihm schon antun? Außer ein bisschen auf ihm herum trampeln vielleicht.

Die Antwort bekam er schneller als gedacht zu spüren und Seth hätte nur zu gerne auf sie verzichtet. Leider war ihm das erst im Nachhinein bewusst.

Ihm wurde die Hose hinunter gerissen und etwas Großes bohrte sich unaufhaltsam und rücksichtslos durch seinen Muskelring hindurch in sein Inneres, sodass Seth befürchtete, er müsste jeden Augenblick reißen.

Spätestens jetzt konnte er sich nicht mehr einreden, eine Einbildung vor sich stehen zu haben. Panik überkam ihn und er wollte nichts anderes als trotz seiner Übelkeit davonrennen. Doch als er sich auch nur ein paar Zentimeter von der Gestalt weg bewegte, wurde der Gegenstand noch tiefer in ihn gedrückt und der Schmerz nahm so stark zu, dass er einfach nur hilflos zitternd liegen blieb und auf die Erlösung von dieser Demütigung wartete.

Er war vielleicht nicht immer nett gewesen, aber das bedeutete nicht, ihn so sehr quälen zu müssen!

Nichts dergleichen geschah, man befreite ihn nicht davon, stattdessen wurde das kantige, unebene Ding ruckartig komplett aus ihm herausgerissen - das Gefühl dabei war eins der widerlichsten, die er je erlebt hatte, selbst kotzen fühlte sich dagegen besser an - und sofort wieder in seinen Ausgang getrieben.

Hilflos musste er diesen Vorgang immer wieder über sich ergehen lassen, bis sich sein Innenleben anfühlte, als hätte man es ihm aufgerissen und Salz hineingestreut.

„Aufhören, bitte“, bettelte er verzweifelt entgegen seiner üblichen Art, sonst war er es, der andere schlecht behandelte; noch nie in seinem Leben war es anders herum abgelaufen und noch nie hatte er sich so wertlos und benutzt gefühlt. Er hoffte aus tiefstem Herzen, dass das nie wieder vorkam, es war einfach nur unerträglich.

„Wenn du es unbedingt willst.“ Das Etwas klang völlig sachlich, als hielte es ihm lediglich eine Predigt statt ihn dermaßen zu erniedrigen. Ein letztes Mal wurde das Ding mit aller Macht bis zum Anschlag in ihn geschoben und dort gelassen; der Schemen zerrte ihn zu sich und als sich zehn blasse Finger um seinen Hals schlossen, wusste Seth einfach, dass er hier nicht lebend davon kam.



 

Nuno hatte eigentlich keine Lust, die hysterische Frau am Telefon zu beruhigen, stattdessen hätte er lieber knallhart aufgelegt und weitergeschlafen. Er hatte bohrende Kopfschmerzen und sein Sehvermögen spielte ihm weiterhin Streiche, aber Seths dauerbesorgte, aber unfähige Mutter war niemand, der sich leicht abwimmeln ließ, besonders wenn es um ihren Sohn ging, den sie trotz seines widerlichen Charakters permanent in den Himmel lobte.

Nuno hatte bis heute nicht verstanden, wie sie angeblich alles von ihm mitbekam, nur nicht das, was er wirklich jeden Tag abzog. Blind auf der gesamten Linie oder einfach nur blöd traf es am besten. Lag wohl in der Familie.

Und nun nervte sie ihn, dass Seth seit gestern Abend nicht nach Hause gekommen war. Nicht sein Problem, wenn der Vollidiot nicht mehr sein eigenes Haus fand, weil er zu dicht war oder schon die nächste Dumme fickte. Wahrscheinlich dieses Mal seine eigene Schwester. Hatte er überhaupt eine?

„Ja, ich sag Bescheid, wenn ich ihn sehe“, behauptete er dreist, um sie endgültig loszuwerden, und legte auf. Vorsichtshalber zog er noch den Stecker aus der Steckdose, falls sie doch noch mehr Terror stiften wollte.

Seufzend ging Nuno ohne Elan in den Garten, um die letzten Reste ihres kleinen Treffens von gestern zu beseitigen, bevor seine Eltern es bemerkten, und stolperte dabei über Seth, der ziemlich tot in der Mitte des Gartens lag. Auf seinem Gesicht zeichnete sich ein Ausdruck von absolutem Grauen ab, sein Unterleib war nackt und ziemlich in Mitleidenschaft genommen und mit Blut hatte ihm jemand gnadenlos „Das Leben fickt jeden“ auf das zerrupfte Shirt geschmiert.

Und zum zweiten Mal in kürzester Zeit musste sich Nuno in das Blumenbeet übergeben.

 



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